11. May 2010 von amtris
Häufig ist ein Rapid Cycling bei Bipolar-ll-Erkrankungen mit einem Auf und Ab des Gewichts verknüpft: Der Patient oder die Patientin nimmt in der atypischen Depression (Hyperphagiel zu, um in der Hypo-manie [Hyperaktivität) das Gewicht durch sportliche Aktivität wieder zu reduzieren. Hierbei handelt es sich nicht um eine autochthone Essstörung. Viele bipolare Patienten neigen in Abhängigkeit von der Stimmung zu Gewichtsschwankungen. Einige Patienten nehmen unter einer erfolgreichen Pharmakotherapie zu; Vor allem Behandlungen mit Clozapin und Olan-zapin, aber auch mit Quetiapin, Lithium oder Valproat sowie mit zahlreichen Antidepressiva können mit einer Appetitsteigerung einhergehen. Manchmal korreliert die Gewichtszunahme auch mit der Gesundung des Patienten: Mit zunehmender Stabilisierung der manischen oder typisch depressiven Symptomatik steigt der Appetit, so dass sich das Körpergewicht erhöht.
11. May 2010 von amtris
Eine besondere Bedeutung haben Selbsthilfegruppen für manisch-depressive Patienten. B. Sie sind in eine Gemeinschaft von Betroffenen eingebunden, und der Informationsaustausch mit Gleichgesinnten steht im Mittelpunkt. Der Austausch soll dem Patienten helfen, zum Experten seiner eigenen Erkrankung zu werden. Selbsthilfegruppen. In der Selbsthilfegruppe sollen bipolar Erkrankte daher das Gefühl erhalten, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Probleme im Privatleben oder am Arbeitsplatz, Auswirkungen der Medikamente auf das tägliche Leben. Viele Probleme, die die Erkrankung mit sich bringt, können mit dem Arzt eventuell nicht ausreichend besprochen werden, z.
11. May 2010 von amtris
-’ Darüber hinaus ist Olanzapin als einziges Medikament seiner Substanzklasse auch zur Phasenprophylaxe [nach Ansprechen auf Olanzapin in einer früheren manischen Phase) seit November 2003 zugelassen. In den aktuellen Leitlinien der American Psychiatrie Association zur Behandlung der bipolaren Erkrankung wird Olanzapin als einziges Medikament seiner Substanzklasse als Mittel der Wahl zur Behandlung deraku-ten Manie empfohlen. ‘, Die Dosis beeinflusst die Gewichtsreaktion nicht. Einer möglichen Gewichtszunahme lässt sich durch Ernährungsberatung und verhaltenstherapeutische Maßnahmen begegnen. 1 Bis zu 25 Prozent der behandelten Patienten verlieren unter OLanzapin an Gewicht. ‘-. Patienten, die unter OLanzapin Gewichtszunahmen entwickeln, nehmen vor allem in den ersten Behandlungswochen zu und erreichen nach etwa 39 Wochen ein PLateau.
11. May 2010 von amtris
Olanzapin. Als erstes Medikament seiner Substanzklasse wurde Olanzapin in Europa zur Therapie mäßig schwerer bis schwerer manischer Episoden, wie sie bei bipolaren Erkrankungen vorkommen, zugeLassen. Studiendaten belegen eine eigenständige antimanische Symptomkontrolle des Präparates, die unabhängig von seinem antipsychotischen Effekt auftritt, und so zeichnet sich das Antimani-kum Olanzapin durch ein breites Wirkspektrum bei nicht psychotischen, psychotischen
und klassischen Manien wie auch bei Mischzuständen und Rapid Cycling aus.
11. May 2010 von amtris
In klinisch unauffälligen, beschwerdefreien Intervallen steht das Vermeiden neuer Episoden im Vordergrund. Während schwerer akuter Manien oder Depressionen steht das Abfangen der Akutsymptomatik im Vordergrund, gefolgt vom Rückfallschutz, dereinen Rückfall in die „alte” Episode verhindern soll. Dieses kann durch die konsequente, längerfristige Einnahme eines Stimmungsstabilisierenden Medikaments gefördert werden. Selbstverständlich müssen die gesamte Behandlung und insbesondere die Pharmakotherapie an die aktuelle Krankheitsphase angepasst werden. Insgesamt lässt sich die Behandlung bipolarer Erkrankungen in drei Abschnitte gliedern, die eng miteinander verwoben sind und niemals völlig isoliert betrachtet werden sollten:Akuttherapie der Manie oder der Depression.
11. May 2010 von amtris
Makrophage: Fresszelle, die sich durch Körpergewebe bewegen kann und Krankheitserreger und abgestorbene Körperzellen vernichtet.
Myelin: Aus Fett bestehendes Isoliermittel von Nerven; wird von Oligodendrozyten gebildet.
Myelinscheide: Aus Myelin bestehende Isolierschicht von Axonen, ohne die Nervensignale nicht richtig und nicht schnell genug übertragen werden können.
Neuron: Nervenzelle
Schub (Attacke; Episode): Bei MS ein plötzliches Auftreten neuer oder Wiederaufflammen alter Symptome mit anschließender Remission.
Remission: Deutliche Besserung von Symptomen. Diese kann vollständig oder teilweise sein. (Gegenteil: Verschlechterung).
ZNS (zentrales Nervensystem): Komandozentrale des Körpers, bestehend aus Gehirn und Rückenmark.
11. May 2010 von amtris
Immunmodulation: Medikamentöser Eingriff in ein gestörtes Immunsystem mit dem Ziel, fehlgeleitete Immunfunktionen zu normalisieren.
Immunmodulator: Medikament (z. B. Beta-Interferon) zur Basistherapie der MS. Verringert die Entzündungsaktivität im Gehirn und verlangsamt den natürlichen Verlauf der
Krankheit.
Interferon: Körpereigene Substanz, die eine wichtige Rolle bei Entzündungen spielt.
Läsion: Areal im Gehirn, in dem Entzündung oder Demyelinisierung auftreten.
Magnetresonanztomographie (MRT): Bildliche Darstellung des Körpers mit Hilfe eines starken Magnetfeldes. Das Gewebe kann am Bildschirm scheinbar in Scheiben zerlegt worden (so genannte Schnittbilder), so dass Größe, Lage und Form von Veränderungen genau erkannt werden können.
11. May 2010 von amtris
Autoimmunkrankheit (z. B. Autoimmun-Diabetes, rheumatoide Arthritis, MS): Krankheit, bei der das Immunsystem des Körpers körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als fremd erkennt und demzufolge angreift.
Axon: Fortsatz einer Nervenzelle, der Signale transportiert
Blut-Hirn-Schranke (BHS): Eine natürliche Barriere, die das Gewebe des Gehirns vom Blutgefäßsystem (oder Blutkreislauf) trennt.
Demyelinisierung: Zerstörung der Myelinscheide
Kortikosteroide (Kortikoide; Glukokortikosteroide):
Medikamente, die vom körpereigenen Kortison abstammen und entzündungshemmende Wirkung haben. Bei der MS zur Therapie von Schüben eingesetzt. Nicht zur Dauertherapie geeignet.
11. May 2010 von amtris
Bei Mitoxantron handelt es sich um ein Chemotherapeutikum, das in der Regel alle drei Monate stationär per Infusion in eine Vene gegeben wird. Die Dosis ist wegen möglicher Schädigung des Herzens auf einen Lebenshöchstwert beschränkt. Im Juni 2006 hat die Europäische Zulassungsbehörde Natalizumab unter strengen Auflagen für spezifische MS-lndikationen zugelassen. Das Auftreten einer schwerwiegenden Komplikation (der sogenannten progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) - eine seltene, lebensbedrohliche Virusinfektion des ZNS) hatte im Februar 2005 zur Marktrücknahme von Natalizumab in den USA geführt. Je nach Schweregrad der Erkrankung können Zeitabstand und Dosis variieren. Mitoxantron. Die Anwendung von Natalizumab darf nur von speziell ausgerüsteten Arztpraxen oder im Krankenhaus durchgeführt werden.
11. May 2010 von amtris
In den Studien traten bei 4% der Infusionen Überempfindlichkeitsreaktionen auf, die in ca. 1 % der Fälle schwerer ausgeprägt waren. Der Wirkstoff Natalizumab gehört zu den monoklonalen Antikörpern. Das Medikament wird einmal monatlich per Infusion verabreicht. Das sind Eiweißstoffe, die im Labor aus einem einzelnen Zell-Klon synthetisiert werden können und sehr spezifisch bestimmte Eiweißstrukturen im Körper erkennen. Natalizumab blockiert bestimmte Rezeptoren auf
der Oberfläche von Immunzellen, die für deren Übertritt aus den Blutgefäßen in Entzündungsregionen von Bedeutung sind. 1 Stunde, an die sich eine einstündige Nachbeobachtungsphase auf Anzeichen und Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen anschließt. Natalizumab. Die Infusion dauert ca.